Im Trend: Tiny Homes

Tiny Homes auf Rädern sind keine neue Erfindung: Bereits in den 1920er Jahren gab es Tüftler, die die Mobilität des Autos mit der Behaglichkeit des eigenen Zuhauses verbinden wollten. So entstanden die ersten “Motorhomes” – mit zunehmendem “Tuning” war jedoch bald der ursprüngliche, an ein Haus erinnernde Aufbau einer kompakteren Form gewichen.

Die Sehnsucht nach kleinen Zufluchtsorten, sei es zur inneren Einkehr oder zur Erholung, ist noch wesentlich älter. Verschiedene Architekten veröffentlichten in den vergangenen hundert Jahren Entwürfe für auf das Wesentlichste reduzierte Behausungen. Lloyd Kahn und Bob Easton brachten 1973 “Shelter” heraus, eine Dokumentation bodenständiger Bauweisen und Minihäuser in aller Herren Länder. 1987 erschien das Buch des US-amerikanischen Architekten Lester Walker “Tiny Tiny Houses: or How to Get Away From It All”. Einen regelrechten Hype löste Architektin Sarah Susanka dann mit ihrem 1998 erschienen Buch “The Not So Big House” und den folgenden “Not So Big …”-Veröffentlichungen aus. Sie bereitete damit auch den Boden für das von Jay Shafer angeschobene “Tiny House Movement” in den USA.

Die Ideologie …

Neue Werte prägen das Land. Immer mehr Menschen lassen sich inspirieren vom Minimalismus, auch Downsizing genannt. Sei es nur im kleinen Rahmen – das man wirklich nur die Kleidungsstücke behält die man auch wirklich braucht – oder allgemein im Haus keine Unmengen an unnützem „Kram“ ansammelt. Minimalismus lautet der Schlüssel bei dem es um die Konzentration auf das Wesentliche geht. Weniger ist Mehr! Ein weiterer Faktor ist der des Umweltschutzes. Denn wer weniger besitzt und weniger verbraucht, der entlastet damit auch Mutter Natur.

Auch ein Vorteil den es nicht außer acht zu lassen gilt ist die Mobilität und damit einhergehende Flexibilität die durch diese Art des Wohnens entsteht. Dadurch, dass viele „Downsizer“ sich zum Ziel setzen ein Eigenheim schuldenfrei zu schaffen, ist die finanzielle Freiheit ein großer Pluspunkt genauso wie die persönliche Unabhängigkeit, da man geographisch nicht gebunden ist. Rauf auf den Hänger und los geht’s – wohin der Wind und das Leben einen trägt.

Ob alleine als zu Hause für eine Familie oder als Mobiles Heim für Reisen, das Tiny House lässt keine Wünsche offen. Mag sein, dass man auf Platz und Raum verzichtet, mit Sicherheit aber nicht auf Komfort und Qualität. Beim Stöbern für diesen Newsletter habe ich mich Hals über Kopf verliebt. In diese kleinen Häuschen, nachhaltig und praktisch, genauestens durchdacht von Anfang bis zum Schluss. Wenig Raum mit gaaaanz viel Zuhause! Das ist meine persönliche Definition von Tiny House.

 

Tiny House im Kleingarten…

Mini Häuser in Kleingartensiedlungen haben bei uns schon eine lange Tradition und zeigen sich immer mehr in modernem Gewand. Auf einem Campingplatz, der Dauerstellplätze anbietet, können Sie in Ihrem mobilen Mini Haus auch ohne Baugenehmigung leben.

 

Tiny House im Wasser…

Schwimmende Mikrohäuser haben es auch schon nach Wien geschafft. Was in vielen Ländern bereits gängig ist, hält nun auch bei uns Einzug. Diese exklusiven Hausboote die über WC, Dusche, Küche und Wohnraum verfügen sind eine exklusive Bleibe die bei vielen Interessenten Anklang finden. Anfragen hat Sascha Haas (Geschäftsführer des Unternehmens TechMetall in Floridsdorf) genug. Dass sich dann aber auch jemand tatsächlich entschließt aufs Wasser zu ziehen ist noch eine Seltenheit.

 

Auf unserer Pinterest Seite haben wir wieder einige Pins zum Thema gesammelt ... lasst euch inspirieren

 

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